Japanische Szene 2000 (1)

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*This text was written at 17-Dec-1999 for Perry Rhodan Weltcon 2000.

Japanische Szene (1)
Zur Japanische Perry Rhodan Romane, Japanisches PR-Fandom...

1. Der Überblick
In Japan erscheinen 10 Perry Rhodan-Romane im Jahr. Da jeder Band zwei deutsche Hefte enthält, entspricht dies 20 Romanheften im Jahr. Im Mai 1999 erschien Band 250 (Heft Nr. 499 und 500). Sie werden in dieser Erscheinungsweise von den Lesern in Japan unterstützt. In Japan wird die Serie nicht nur von SF-Fans gelesen. Die Perry Rhodan-Romane sind im Verkauf bei den Unterhaltungsromanen eingeordnet und haben dadurch einen hohen Stellenwert.

2. Die Übersetzung und das Verlagswesen
(1) Hayakawa-Verlag
Perry Rhodan erscheint im Hayakawa Verlag ( hayakawa-shobo http://www.hayakawa-online.co.jp/ ).

Hayakawa Verlag ist der Pionier des japanischen SF-Verlagwesens. Die Monatszeitschrift "Hayakawa SF Magazin" ( hayakawa-esuefu-magazin) ist eine allgemeine SF-Zeitschrift, durch die Japan die meisten Geschichten bekommt. Der größte Teil der SF-Übersetzungen des Hayakawa-Verlages erscheinen in der "Hayakawa SF-Reihe" ( hayakawa-esuefu-bunko). 5 oder 6 neue Bände erscheinen jeden Monat.

Eine Serie der "Hayakawa SF-Reihe" ist Perry Rhodan ( uchu-eiyu-rodan-sirizu). Jeder Band enthält zwei PR-Hefte. Außer Februar und Juni erscheint jeden Monat ein Perry Rhodan-Roman. Der Leser in Japan kann also 20 Perry Rhodan-Hefte im Jahr lesen. Im Juli 1971 erschien der erste Roman. Am Anfang erschienen sie vier Mal im Jahr und bald darauf im jetzigen Tempo.

Es gibt immer wieder Leserstimmen, die ein häuftigeres Erscheinen der Romane wünschen. Aber das gegenwärtige Tempo wird durch den Hayakawa Verlag und das Über-setzungssystem begrenzt.

Japanische Romane sind im Unter-schied zu den deutschen Ausgaben groß.

Die japanischen Taschenbücher sind nur 15 Zentimeter lang, 10 Zentimeter breit und 1 Zentimeter dick. Sie werden bunko () genannt. Ein deutsches Taschenbuch entspricht in Japan dem shinsho ().

Der Buchdeckel der Perry Rhodan-Romane ist auf der linken Seite und hat einen Farbumschlag mit dem Titelbild. Die Romane beginnen auf der hinteren Seite und werden von rechts oben zeilenweise abwärts gelesen. Am Anfang des Textes kommt ein Farbbild und dann noch 8 Innenillustrationen im Text. Es gibt keine "Leser-Kontakt-seite", "PR-Computer" und "PR-Report", aber es gibt ein "Nachwort" oder "Anstatt dem Nachwort" ( atogaki-ni-kaete) am Ende des Romans.

Ein Roman kostet ungefähr 500 Yen (1 DM = 60 Yen).


PRTB und Hayakawa-PR

Band 100

(2) Die Übersetzer
Kenji Matsutani, der viele Jahre lang die Perry Rhodan-Romane alleine übersetzt hat, ist im Februar 1998 gestorben. Seit seinem Tod teilen sich vier Übersetzer die Arbeit.

Der Stil von Kenji Matsutani war klar und einfach, er schaffte es damit, die Atmosphäre der Serie zu übersetzen. Diese Übersetzungen werden der "Matsutani-Stil" genannt. Es wird ein Einfluß des "Matsutani-Stils" auf den Stil der vier jetzigen Übersetzer gesehen.

Kenji Matsutani (1928-1998)
Früher Professor an der Yamagata Universität. Er war ein berühmter Forscher der nordeuropäischen Literatur. Er übersetzte auch die "Eddä und machte sie bekannt. Matsutani war dabei 234 Bände (468 Hefte) zu übersetzen.

Doch am frühen Morgen am 9. Februar 1998 stirbt er im Alter von 69 Jahren plötzlich an Zirrhose.

Kayoko Ikeda (1948- )
Erforscherin und Übersetzerin der deutsche Literatur. Seit Oktober 1995 arbeitet sie an der Übersetzung der Perry Rhodan-Serie mit. Einstieg bei PR mit Band 213 (Heft Nr. 425 und 426).

Haruki Amanuma (1953- )
Fachdozent für Literatur an der Chuo Universität. Einstieg bei PR mit Band 240 (Heft Nr. 479 und 480).

Hiroshi Igarashi (1957- )
Freier Redakteur und Schriftsteller. Einstieg bei PR mit Band 241 (Heft Nr. 481 und 482).

Hirosuke Watanabe (1950- )
Fachdozent für Literatur an der Chuo Universität. Einstieg bei PR mit Band 248 (Heft Nr. 495 und 496).

(3) Der Zeichner
Takashi Yorimitsu und PR sind untrennbar. Er hat alle bisher rund 250 PR-Titelbilder und alle Innen-illustrationen geschaffen.

Takashi Yorimitsu (1926- )
Er hat in Dalian (in China) gewohnt, aber nach dem Weltkrieg kam er zurück nach Japan. Er arbeitete bei der Zeitung in Tokyo. Jetzt ist er freier Illustrator.

3. Fan-Aktivitäten
(1) SF-Fans
Japanische SF ist wie deutsche SF unter dem Einfluß amerikanischer Autoren gewachsen. Hayakawa wagte den Versuch mit SF und führte diese Literaturgattung in Japan zu einem großen Erfolg. In 1960 wurde die erste japanische SF-Zeitschrift gegründet. Das war eine gute Gelegenheit, ebenfalls ein SF-Fandom entstehen zu lassen. Der erste SF-Club "Uchujin" ( = Kosmischer Staub) wurde in 1962 gegründet. Seit 1962 findet regelmäßig im Sommer ein allgemeiner japanischer SF-Con statt. Nächstes Jahr, in 2000, auf dem 39. SF-Con, wird der "Seiun-shoü ( = japanische Nebula Award) verliehen. Er geht an die beste Arbeit des letzten Jahres, die von den Teilnehmern des japanischen SF-Cons gewählt wird.

In diesen Tagen verlagern sich die Aktivitäten der SF-Fans ins Internet. Die Popularität im Internet in 5 Jahren ist Ansporn für weitere Projekte. Die Aktivitäten der Webseiten, der Mailinglisten und der Newsgroups wachsen ständig.

(2) PR-Fans
In 1971 erschien der erste Band der Perry Rhodan-Serie und sofort wurde der erste Fanclub "Die Dritte Macht" gegründet. Die PR-Clubs hatten landesweit viele Aktivitäten. Aber da viele Fans erwachsen wurden, sind die Versammlungen in vielen Gebieten schwach besucht.

Nachdem die erste Euphorie am Anfang der Serien-Veröffentlichung abgenommen hat, sind noch zwei aktive Clubs in Tokyo und Osaka bestehen geblieben. In 1980, 1982 und 1984 wurden große PR-Cons veranstaltet. Danach kleines PR-Fan- Meeting findet im Rahmen des japanischen SF-Con statt.

In diesen Tagen kommt es zur Vernetzung mit anderen SF-Fan Aktivitäten. Im Internet gibt es viele japanische Newsgroups, japanische Mailinglisten und auch die Fan-Webseiten nehmen stark zu.

4. Die neuartige Situation der Unterhaltung in Japan
Unterhaltungsromane in Japan bestehen aus Übersetzungen meistens aus den englischsprachigen Gebieten und aus Werken japanischer Schriftsteller. Der größte Teil dieses Genres besteht aus Detektivromanen. Seit 10 Jahren hat Horror an Beliebtheit gewonnnen und die Science-Fiction hat ungefähr 10 Prozent Anteil am Genre.

Romane, die stehen in Verbindung mit dem Manga, der Animation und dem Spiel, verkaufen sich gut. Obwohl das SF-Genre kleiner wird, machen der Hayakawa Verlag und der Tokyo Sogen Verlag ( tokyo-sogen-sya http://www.tsogen.co.jp/) mit SF-Aktivitäten weiter.

Außer Perry Rhodan ist deutsche SF in Japan fast unbekannt. Der größte Grund dafür mag das zu sein, daß es nur wenige Übersetzer deutscher SF Literatur in Japan gibt. Es scheint, das nur der erste auf der Liste durch Herbert W. Franke übersetzt wurde: K. H. Scheer. Auch Erscheiungsweise "Hefte" ist nicht so bekant im Japan. Man glaubt, daß Perry Rhodan Romane eine einzige Heft-Reihe ist.

This text was written at 17-Dec-1999 for Perry Rhodan Weltcon 2000 by
Tadatoshi Iguchi (Solar Fleet) & Yuichi Wakabayashi (rlmdi)
supported by Wolfgang Höfs

このブログ記事について

このページは、が1999年12月17日 00:00に書いたブログ記事です。

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